Epicondylitis (Tennis- bzw. Golferellenbogen)

Bei der Epicondylitis liegt eine chronische Entzündung der Sehnenansätze am äußeren oder inneren Epicondylus des Ellenbogens vor. Meist besteht auch eine Degeneration (natürliche Alterung), die die Behandlung erschwert. Betroffen sind nicht nur wie der Name sagt Tennis- oder Golfspieler, sondern Menschen, die privat oder beruflich viele Arbeiten mit den Händen ausführen müssen. Insbesondere Menschen mit einem Computerarbeitsplatz, die häufig die Maus benutzen müssen klagen über diese Beschwerden, aber auch Patienten, die schwere Haltearbeiten oder sich wiederholende Tätigkeiten wie Schraubendrehen etc. durchführen müssen.

Konservative Behandlung


Behandelt man die Epicondylitis früh, ist es in der Regel möglich, die Beschwerden rasch zum Abklingen zu bringen.
Lokale Maßnahmen wie Friktionsmassagen, Iontophorese und eine nach Schmerzlinderung vorsichtige Dehnung und Kräftigung der betroffenen Muskulatur bringt Beschwerdelinderung. Schonung in dieser Phase ist wichtig. Ferner kann dann zur Prophylaxe der Arbeitsplatz mit Hilfsmitteln ausgestattet werden. Hierzu zählen Mouse-Pads mit einem kleinen Gelkissen und Gelleisten vor der Tastatur, die eine Entlastung für die überbeanspruchten Finger- und Handgelenksstreckmuskeln bewirken.
Bei stetiger Belastung ist auch das Tragen einer Epicondylitis-Bandage sinnvoll.
Injektionen mit einem lokalen Anästhetikum und Corticoidbeimischung sollten nur bei akuten und starken Schmerzen und nur kurzfristig verabreicht werden, da das Kortison langfristig das Sehnengewebe schädigen kann.
Ruhigstellungen im Gips sind heutzutage bei den Patienten unbeliebt und sicher auch nicht vereinbar mit unserer anspruchsvollen Arbeits- und Freizeitwelt.


ATOS KLINIK HEIDELBERG

Prof. Dr. med.
Peter Habermeyer
Dr. med. Sven Lichtenberg
Prof. Dr. med. Markus Loew
Dr. med. Petra Magosch

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